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Steinweg-Wochen 2011
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Eröffnung der Heinrich Engelhardt Steinweg Wochen.

 

Die erstmals durchgeführten Steinweg-Wochen, wurden am 29.01.2011, mit einem großen Fackelzug, gestartet bei der St. Thomaskirche, zum Geburtshaus im Fuhrmannsweg, weiter durch den Ort geführt.

Vor dem Geburtshaus Steinwegs, begrüßte der stellv. Ortsbürgermeister Horst Niedermeier die Teilnehmer und ging auf den Werdegang Steinwegs ein.


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

ich begrüße Sie herzlich vor dem Haus Nr.64, dann Winkelgasse 14, danach Im Winkel 14, heute Fuhrmannsweg 14, der Möbeltischlerei Lüttgering.

Auf diesem Grundstück, zurückgesetzt stand das Geburtshaus von Heinrich Engelhard Steinweg, der hier am 22.Februar 1797 das Licht der Welt erblickte.

Gut von Vater und Mutter auch der Stiefmutter behütet, verbrachte er seine ersten 15 Jahre mit seinen Geschwistern in dieser kleinen Welt. Das Leben war nicht üppig aber im Gegensatz zu den Städtern litt man keinen Hunger. Ziege und Garten hinter dem Haus, die Früchte des Waldes, die der Vater mit nach Hause brachte und als Förster ab und zu ein Stück Wild, ließen die Familie satt werden.

Von seiner Mutter hatte er von der Neuen Welt Amerika, den großen Städten und Häusern gehört. Diese Erzählungen hatten sich in seinen Geist und sein Herz gebrannt.

Mit 15 Jahren wurde aber auch Mitarbeit im Wald eingefordert.

1812 arbeitete er mit Vater, älterem Bruder und seinem Freund im Wald bei Altenau. Übernachtet und gekocht wurde in einer Köte.

Ein Unwetter mit schwerem Gewitter tobte und ein Blitz schlug in die Köte ein. Alle kamen durch Blitz und Feuer um, wie durch ein Wunder überlebte Heinrich Engelhardt.

Auf sich selbst gestellt, trat er mit 17 Jahren in das neue braunschweigische Truppencorps ein. Dort konnte er seiner musikalischen Begabung nachgehen . Neben Flöte, Zither, Mandoline, die er selbst gebaut hatte spielte er Horn.

Er nahm mit 21 Jahren ehrenvollen Abschied von der Armee.

Gilden und Zunftvorschriften, wir würden es heute als übermäßige Bürokratie bezeichnen, verwehrten ihm seinen sehnlichsten Wunsch, Saiteninstrumente zu bauen. Über den Orgelbau, Kunsttischlerfähigkeiten, erlernt in Wolfshagen, konnte sich Heinrich Engelhard als Geselle 1825 in Seesen niederlassen. Im gleichen Jahr heiratete er . Die Familie wuchs stattlich 5 Söhne und drei Töchter.

Mit der Familie wuchs auch das Geschäft.

1839 wurde ein Steinweg Flügel auf einer Gewerbeausstellung prämiert.

Die älteren Söhne wurden vom Vater zu geschickten Klavierbauern ausgebildet.

Zollvorschriften, Grenzregelungen behinderten den freien Handel und die Produktion der Klaviere Steinwegs. Auch die Unruhen von 1848 beunruhigten die Fabrikantenfamilie, die Einberufung zum Militär des Sohnes Karl ließen den Auswanderungsgedanken wachsen.

Karl siedelte 1849 nach New York um und sondierte die Lage. Die gesamte Familie wanderte im Mai 1850 nach New York aus. Der älteste Sohn Theodor führte die Geschäfte in Deutschland weiter.

Die Familie Steinweg hatte keine Probleme sich schnell in Amerika zu integrieren. Im März 1853 gründeten Sie mit dem in Deutschland er-

arbeiteten Kapital die Firma Steinway & Sons. Eine Erfolgsgeschichte bis heute.

Nach einem erfüllten Leben verstarb Heinrich Engelhard Steinweg am 07. Februar 1871 in seiner neuen Heimat.

Besonderen Dank schicke ich nach Hamburg zu Steinway Sons, die unsere Gedenkwoche großzügig unterstützen.

Ich danke Ihnen, dass Sie, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, mit der Steinwegwoche dem 140ten Todestag unseres berühmten Sohnes gedenken.

Allen Ihren Veranstaltungen wünsche ich bestes Gelingen.

Danken möchte ich vor allem den ehrenamtlichen Helfern, die dies alles mit Hilfe von Sponsoren, ohne städtische Finanzmittel, möglich machen.

 

Einen schönen Abend und ein herzliches Glück Auf.


 




 


 

 

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